10.05.2011

Einsatzübung

Für den Samstagsdienst am 07.05.2011 war eine Einsatzübung vorgesehen, die jedoch unerwartet begann: Der Einsatzbefehl beinhaltete neben der Aufgabe einen versperrten Kanal zu leeren auch den Einsatzort, jedoch in UTM-Koordinaten. Nachdem der Übungsort ermittelt worden war, wurde mit dessen Erkundung durch den Zugführer begonnen. Das Übungsszenario stellte sich ihm wie folgt dar: Aus einem Entwässerungsgraben strömten 1000 Liter pro Minuten in Richtung des verstopften Kanals. Durch den verhinderten Abfluss staute sich das Wasser bereits auf Kniehöhe. Das anfallende Wasser sollte abgepumpt und der Kanal trocken gelegt werden, sodass trockenen Fußes der Durchfluss wieder hergestellt werden kann. Nach Absprache des Zugführers mit dem Gruppenführer WP stand schnell fest welches Material benötigt wurde. Die zum Abdichten des Kanals benötigten Sandsäcke, konnten dankenswerterweise bereits gefüllt und palletiert von der Freiwillige Feuerwehr ausgeliehen werden. Nachdem das angeforderte Material eingetroffen war, wurde direkt mit den Vorbereitungen zum Pumpen begonnen. Obwohl der Graben kein Wasser führte, wurde entsprechend dem Szenario die nötige Schutzausrüstung angelegt und nach 10 Minuten konnte die erste Pumpe in Betrieb genommen werden. Die zweite Pumpe wurde ebenfalls innerhalb kurzer Zeit in Betrieb genommen, sodass die Helfer nun Zeit hatten den Kanal vom Graben mit einem Sandsackdamm abzugrenzen. Der fertige Damm ließ eine Pause zu, die bei den hohen Temperaturen auch dringend nötig war. Nach der willkommenen Unterbrechung konnte mit dem Räumen des Kanals begonnen werden. Dabei wurde jedoch eine bewusstlose Person unter dem ganzen Schutt gefunden, weshalb deren Rettung direkt eingeleitet wurde. Die erfolgreiche Rettung wurde dann zum Anlass genommen um mit dem Rückbau zu beginnen. Zurück in der Unterkunft wurde mit der Nachbesprechung begonnen. Dazu wurden über 60 Fotos, die von der Übungsleitung aufgenommen worden waren, von der gesamten Mannschaft ausgewertet. Die Aufnahmen ermöglichten es einzelne Entscheidungen besser nachzuvollziehen und andere Lösungsmöglichkeiten in der Gruppe zu diskutieren. Im Anschluss konnten die Helfer in ihren verdienten Feierabend gehen. Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim für das bereitstellen der Sandsäcke und den Helfern unseres Ortsverbands, die bei den hohen Temperaturen und den doch sehr anstrengenden Einsatzaufgaben einen vorbildlichen Einsatzablauf gewährleistet hatten.


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