Bei Eintreffen wurde die erste Person unmittelbar entdeckt. Es handelte sich um den Hausbesitzer der während der Explosion am Dach mit Wartungsarbeiten beschäftigt in sein Sicherungsseil gestürzt war und auf Höhe des ersten OG außen am Gebäude hing.
Im Rahmen der weiteren Erkundung wurde dann die zweite Person in einer Garage eingeschlossen entdeckt, die eine Schnittverletzung am Arm hatte. Hier wurde mittels Trennschleifer eine Rettungsöffnung in das Garagentor angelegt.
Da die regulären Zugänge und auch das Treppenhaus nicht begehbar waren, musste die Erkundungsmannschaft über Fenster im Ersten Stock in das Gebäude vordringen, wobei sie auf dem einsturzgefährdeten Balkon eine weitere Person entdeckten, die nach erfolgten Abstützarbeiten über eine schiefe Ebene mit dem Schleifkorb gerettet werden konnte.
Nachdem die Erkundung des OG durchgeführt war, konnte eine weitere Person im Dachboden entdeckt werden, der nur mittels Leiter zugänglich war.
Mit einem Deckendurchbruch aus dem 1.OG in das EG konnte eine weitere Person in einem eingeschlossenen Raum gerettet werden.
Ebenfalls im EG konnte in der Badewanne liegend und komplett mit Betontrümmern verschüttet eine weitere, leider bereits verstorbene Person geortet, ausgegraben und geborgen werden.
Auch ein Kind wurde beim Einsturz des Treppenhauses in einem Hohlraum eingeschlossen und leicht verschüttet und konnte gerettet werden.
Die schwerste Rettungsaufgabe stellte sich bei der letzten zu rettenden Person, die sich im Keller des Hauses befand. Hier musste unter Zuhilfenahme der Betonkettensäge und zweier Aufbruchhämmer eine Rettungsöffnung durch eine 50cm dicke Stahlbetonwand vorgenommen werden.
Innerhalb von 3,5 Stunden ab Eintreffen des ersten Fahrzeuges konnten alle Personen gefunden, gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Nach der Materialnachbereitung im Ortsverband gab es bei der wohl verdienten Brotzeit für die 14 Übungsteilnehmer noch eine Übungsnachbesprechung, nach der zum gemütlichen Teil übergegangen wurde.
Wir danken den Firmen DB Wohnbau und Heitauer für die Möglichkeit, in dem Abrissgebäude zu üben.