23.07.2020, von A. Hasenöhrl/K. Krause

Retten aus Höhen und Tiefen - die Helfer des Ortsverbandes erweitern ihre persönlichen "vertical limits“

Jeder kann sich sicherlich noch an die Bilder der Schneekatastrophe erinnern: Hunderte Helfer von THW, Feuerwehr und anderen Organisationen schaufeln wochenlang kubikmeterweise Schnee von den Dächern im Berchtesgadener Land.

Um auf den hohen Dächern mit Auffanggurt gesichert arbeiten zu können, bedarf es regelmäßiger Ausbildung und Übung. Aber auch die Selbst- und Kameradenhilfe im Rahmen von Unfällen, sowie das Retten von Personen aus tiefen Schächten oder von hohen Gebäuden/Industrieanlagen erfordern spezielle Kenntnisse und eine sichere Handhabung des Equipments. Am vergangenen Donnerstag hatten die Helfer des OV BGL die Möglichkeit, die vorhandenen Strukturen im Kieswerk Brötzner zu nutzen, um hier ihre Fähigkeiten auszubauen.

Zu Beginn wurde die Handhabung und das Anlegen des Auffanggurtes wiederholt. Anschließend musste unter Eigensicherung mit Y-Stück ein freistehender, 8 Meter hoher Mast überklettert werden. Innerhalb des Mastes war eine Übungspuppe („Herr Holzmann“) in seinen Auffanggurt gestürzt und musste mittels Rollgliss und redundanter Sicherung abgeseilt werden.

Danach wurde der Anspruch gesteigert. Auf dem Wartungsarm eines ca. 10 Meter hohen Förderbandes waren zwei Übungspuppen versteckt, die es ebenfalls mittels Rollgliss zu retten galt. Als die Puppen gerettet waren mussten sich alle Helfer vom Förderband abseilen.

Das Abschlussszenario war eine Übungspuppe, die auf einem 20 Meter hohen Silo abgelegt war. Sie konnte zwar über eine Leiter erreicht, aber darüber nicht gerettet werden. Auch hier kam wieder das Rollgliss mit redundanter Sicherung zum Einsatz und die Puppe wurde begleitet mit einem Helfer sicher abgelassen.


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